Matratzen werden nach dem Innenmaterial unterschieden. Bei den meisten Matratzen besteht dieses aus Schaumstoff, Stahlfedern, Latex oder Naturmaterialien.
Bei den preiswerten Matratzen-Modellen werden Federkerne verwendet, deren Federn nur ganz oben und unten miteinander verbunden sind (so genannte Bonnellfedern). Dagegen bestehen Endlosfederkerne aus miteinander verflochtenen Einzelfedern. Die dritte Möglichkeit sind Taschenfederkern-Matratzen, die jedoch in der Herstellung sehr viel aufwändiger und dadurch teurer sind. Hier ist jede einzelne Feder in eine Gewebetasche eingenäht, so dass jeweils nur die Federn nachgeben, die gerade belastet werden.
Hochwertige Taschenfederkern-Matratzen haben gute Liegeeigenschaften. Sie sind jedoch aus zwei Gründen problematisch und deshalb aus ganzheitlicher Sicht für ein gesundes Bett nicht zu empfehlen. Zum einen bewirken die Metallfedern eine Verzerrung des natürlichen Erdmagnetfeldes, was wie eine Antenne für elektromagnetische Störfelder wirken kann. Zum anderen ist dieser Matratzentyp zumeist problematisch bezüglich des Temperatur- und Feuchtigkeitshaushaltes.
Bei Schaumstoff-Matratzen gibt es sehr verschiedene Qualitäten. Gerade billige Ware hat sehr oft fragwürdige Eigenschaften.
Entscheidend für die Qualität einer Schaumstoff-Matratze ist deren Raumgewicht. Denn je höher das Raumgewicht ist, umso elastischer, tragfähiger und haltbarer ist sie. Schaumstoff-Matratzen mit geringem Raumgewicht sind nicht dauerelastisch und bilden deshalb mit der Zeit Mulden, die eine rückengerechte Lagerung des Schläfers unmöglich machen.
Problematisch können Schaumstoff-Matratzen auch wegen ihrer hohen Wärmeisolation und des schlechten Feuchtigkeitstransports sein.
Viele Schaumstoff-Matratzen enthalten auch Weichmacher oder sind mit Pestiziden und Fungiziden behandelt.
Der Kern dieser Matratzen besteht aus Latex. Natürlicher Latex wird aus dem Saft des Gummibaumes hergestellt, während mit Latex im Allgemeinen ein synthetisches Produkt bezeichnet wird. Leider schreibt das Gesetz für den Begriff Naturlatex nur einen Naturlatexanteil von 20 % vor. Achten Sie deshalb beim Kauf einer Matratze darauf, dass der Anteil von Naturlatex möglichst hoch ist. Ein hoher Anteil an Naturlatex garantiert eine lange Lebensdauer, da die Elastizität von synthetischem Latex wesentlich schneller abnimmt, wie die eines natürlichen Latex. Durch moderne Produktionsmethoden ist es mittlerweile auch möglich Matratzen aus 100% natürlichem Latex herzustellen.
Wer sich für Natur pur entscheidet und gerne auf relativ harten Matratzen schläft, hat die Wahl zwischen den unterschiedlichsten Materialien: Baumwolle, Stroh, Kokosfasern, Rosshaar, Torf und anderen. Für fast alle Naturmaterialien gilt: Sie müssen regelmässig aufgerollt oder gewendet und gelüftet werden. Doch selbst bei bester Pflege: Naturmatratzen haben eine relativ kurze Lebensdauer und sollten nach 5-10 Jahren von einem Fachbetrieb aufgearbeitet werden
Entscheidend für Komfort und Schlafklima ist die Polsterung zwischen dem Kern einer Matratze und ihrem Bezug. Sie muss elastisch und Wärme regulierend, dabei zugleich durchlässig für Luft und Feuchtigkeit sein. Unter den Naturhaaren ist Schafschurwolle dafür besonders gut geeignet, da sie viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, ohne sich feucht anzufühlen. Jedoch kommen die guten Eigenschaften der Wolle nur zur Geltung, wenn sie nicht chemisch behandelt wurde und leicht zu lüften ist. Das regelmässige Lüften ist beim normalen Bettaufbau (Bettgestell-Lattenrost-Matratze) aber nicht möglich, da die Wolle mit der Matratze zu einer Einheit verarbeitet wird, die schwer und unhandlich ist.