Unser Körper benötigt Abwechslung. Jede dauerhafte, einseitige Belastung führt in der Regel zu schweren körperlichen Problemen und jede Abwechslung führt zu einer Verbesserung des Wohlbefindens. Dies ist der Grund, warum auch der Gesetzgeber bei Bildschirmarbeitsplätzen eine regelmässige Unterbrechung der einseitigen Tätigkeit vorschreibt.
Stundenlanges unbewegliches Sitzen und die immer stärkere Konzentration auf Bildschirm und Tastatur lassen körperliche Bewegung kaum mehr zu. Gehirn und Hände müssen Höchstleistungen erbringen, der Rest des Körpers sitzt dagegen fast unbewegt.
Da hilft dann selbst der beste und beweglichste Bürostuhl nicht mehr weiter, extremer Bewegungsmangel ist die Diagnose. Als Folge wird auch die Durchblutung des Körpers schwächer und wir fühlen uns müde, matt und ausgelaugt.
Nun heisst es diesen Teufelskreis zu durchbrechen, der uns ansonsten in die Knie zwingt. Stehen Sie auf, verschaffen Sie sich Bewegung, werden Sie wieder beweglich und atmen Sie kräftig durch.
Sofort steigert sich Ihr Wohlbefinden, der Kreislauf wird angeregt und versorgt den ganzen Körper und das Gehirn verstärkt mit sauerstoffreichem Blut.
Arbeitsplätze, die einen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen zulassen, werden heute noch von keiner offiziellen Norm gefordert. Aber die Fachleute sind sich einig: Solche Systeme beugen den Gefahren des Dauer-Sitzens vor, fördern das Wohlbefinden und unterstützen die Konzentrationsfähigkeit.
Denn eine optimale Arbeitshaltung gibt es nicht. Wir brauchen Veränderung, Abwechslung und möglichst oft Bewegung, um gesund zu bleiben.
Schön und gut, sagen Sie jetzt vielleicht, aber wie soll ich das machen, wenn ich den ganzen Tag am Computer sitzen muss? Oder wenn ich den ganzen Tag von Sitzung zu Sitzung hetze und dazwischen noch unzählige Berichte lesen muss? Es gibt dafür zwei Lösungen.
Eine Studie hat gezeigt, dass von Mitarbeitern, die drei Monate an einem Arbeitsplatz mit integriertem Stehpult arbeiten konnten, fast 70 % der Befragten angaben, dass sich ihr Wohlbefinden in dieser Zeit gebessert hat oder dass sich vorhandene Beschwerden verringert haben. Und fast alle Beteiligten, nämlich 92 %, haben anerkannt, dass der Belastungswechsel zwischen Stehen und Sitzen vorteilhaft ist.